Neues aus Quito - 2850m über NN

Am Mittelpunkt der Welt

 
18Januar
2015

Adiós Ecuador (16. Woche)

4 Monate sind rum. Unfassbar und nahezu unbegreiflich, dass meine Zeit hier nun vorbei ist. Der 25.1 schien immer so weit weg und nun ist der Tag meiner Abreise gekommen.. Ich muss meine Zelte hier abbrechen und mich in ein "neues" Abendteuer stürzen. Wenn ihr das hier lest, werde ich schon auf dem Weg zum Flughafen sein oder bereits irgendwo 10000 km über dem Atlantik schweben. 

Am 5 Oktober um 7:05 ging meine Reise vom Frankfurter Flughafen nach Quito los. Der Abschied, die Tränen, die Vorfreude, das Gefühlschaos, die Gedanken alles fühlt sich an als sei es erst gestern gewesen. Ich hab noch genau Mamas letzte Worte in meinen Ohren: "die Welt ist jetzt deine", mein Gang zur Sicherheitskontrolle (oder wie Mama sagen würde, der Gang zum Schaffott) alles so unglaublich nah. Aber dazwischen liegen 112 Tage. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit hier vergangen ist und was ich hier alles erlebt habe. Manchmal lese ich meine älteren Blogeinträge und bin selbst ziemlich erschlagen davon, was ich hier alles erlebt habe. Erstaunlich, wie viel man in 4 Monaten von einem Land sehen kann. Nun denn, am 5.10 hieß es für mich Abschied nehmen von meinen liebsten zuhause. Bei der Abfahrt aus dem Steinfeld musste ich schon weinen. Der Abschied von Finnson, war ungalublich schwer für mich und es hat mir das Herz zerbrochen seine traurigen Augen zu sehen. Am liebsten hätte ich ihn noch in den Koffer gepackt. Dann ging es mitten in der Nacht in Richtung Flughafen, um einmal ans andere Ende der Welt zu fliegen. 4 Monate sollte ich auf der anderen Seite der Welt leben.
Ich wusste nicht was mich dort erwarten würde, welchen Herausforderungen ich begegnen werde, welche Menschen ich treffen werde und wie die Kultur so weit weg von zuhause sein wird. 16 ungewisse Wochen lagen vor mir. 

In den 16 Wochen hab ich so unglaublich viel Erlebt. Erlebnisse von denen ich mein Leben lang zehren kann. Die mein Leben um einiges bereichert haben. Ich hab Menschen kennen gelernt, die ich nun zu meinen Freunden zählen kann. Die mir hier ans Herz gewachsen sind und mit denen ich hier durch Höhen und Tiefen gegangen bin. Mit manchen von ihnen hatte ich ernsthafte Gespräche, die sich um Heimweh, Liebskummer und dergleichen gedreht haben. Menschen die ich nicht mehr missen möchte. Menschen die mein Leben geprägt haben und Ansichten über Dinge beeinflusst haben. Ich freue mich jedenfalls sehr alle wiederzusehen. Ich danke allen Leute, die mich auf meiner Reise hier in Ecuador begleitet haben. Es waren einfach traumhafte Reisen, an die schönsten Orte des Landes. Das Erlebnis schlechthin war Luisas und mein Flug auf die GALAPAGOS-INSELN. Ich würde sagen, dass diese Woche meine beste Woche hier war. Wir hatten so viel Spaß und haben uns noch ein stückchen besser kennen gelernt. In den 8 Wochen, die wir hier gemeinsam verbringen konnten habe ich sie ins Herz geschlossen. Allein schon unser Wachkoma-Flug nach Quito mit einem verschwundenen Koffer wird mir ein Leben lang im Gedächtnis bleiben. Ich habe hier einfach wunderbare Menschen kennen gelernt. Den Menschen den ich am meisten danken möchte sind: Lusia (my chicita), Jessy-Belle, Robin, Shelly, Cori (steck ne Banane in dein Ohr), Niklas, Fabio, Sarita, Jessi, Isa, Freda, Lea, Lara, Tönthi und Felix. 

In den letzten Tagen war ich ziemlich nachdenklich. Ich habe über vieles nachgedacht und tausend Fragen sind mir durch den Kopf gegangen. Fragen über die Zukunft, über meine Zeit hier in Ecuador, über mich selbst, eigentlich über alles. In den 4 Monaten ist mir so vieles bewusst geworden. Mir ist oft vor Augen geführt worden, dass der Standard den wir in Deutschland leben nicht allgemein vorhanden ist. In vielen Situationen hier, habe ich Mitleid mit den Menschen gehabt, mit den Tieren und den Kindern. Im Projekt, hab ich vieles gesehen, was mich schockiert hat. Der Hygienestandard, die Behandlungsmethoden etc. Alles anders als zuhause. Aber es war die Erfahrung wert. Ich hatte hier Hochs und Tiefs. Ein Tief als Luisa abgereist ist, es war ziemlich traurig sie fahren zu sehen und zu wissen, dass ich noch weitere 8 Wochen hier in Quito ohne sie sein werde. Ziemlich schlimm war es für mich an Weihnachten nicht zuhause zu sein. Die Nachrichten zu bekommen, dass man mich nicht ersetzen kann und dass ich sehr vermisst werde haben mich sehr berührt und mir auf ein Neues gezeigt, wie sehr meine Familie hinter mir steht. Oma und Opa das erste mal nach drei Monaten via Skype zu sehen, war ein wunderbares Glücksgefühl, welches ich kaum beschreiben kann. Generell gab es viele Momente in denen ich froh war, so eine wunderbare Familie zu haben (Mal sehen was ich morgen am Flughafen zu hören bekomme). 

Zusammennfassend kann ich sagen, dass ich meine Entscheidung hier her gekommen zu sein nicht bereue. In dieser Zeit hier habe ich sehr viel über mich selbst herausgefunden. Ich habe sehr viel über mich selbst nachgedacht. Über mein Leben, über meine Verhaltensweisen, mein Auftreten etc. Es ist echt interessant wie man sich losgelöst, von zuhause verhält. Auch merkt man wer sich von zuhause für einen interessiert. Weiterhin kann ich mich echt glücklich schätzen, dass mir hier in Quito nichts passiert ist. Ich laufe nachwievor wie am ersten Tag, mit einem mulmigen Gefühl durch die Strassen. In jedem Menschen sehe ich jemanden gefährlichen. Quito, ist eine große, laute, bunte Stadt. Sie stinkt nach Abgasen und ist voller Autos. Wenn ich zuhause bin, werde ich euch allen alles estwas deiatillierter - mithilfe meines Fotobuches - erzählen.

Zum Schluss will ich noch den daheimgebliebenen danken, die mich in den 4 Monaten hier tatkräftik unterstützt haben. Ihr wart - auch wenn ihr nicht in meiner Nähe sein konntet - ein bestandteil meines Lebens hier. Ihr wart mir eine große Stütze und ich wusste, es ist immer einer da auf den ich mich verlassen kann. Es tat gut hin und wieder eine vertraute Stimmer über Skype zu hören oder bekannte Gesichter zu sehen (natürlich auch über Skype). Und was würden wir nur ohne Whats App machen? Gehörte in meiner Zeit hier doch zu einem wichtigen Kommunikationsmittel. Ich hab mich über Fotos, Sprachnachrichten oder einfach nur über Texte gefreut. Als ich den Blog zuhause eingerichtet habe, hätte ich nicht gedacht, dass ich konsequent die Monate meine Einträge schreiben werde. Aber mit der Zeit sind die Blogeinträge, sowas wie ein Tagebuch für mich geworden. Als ich von Mama in meiner 3 Woche gesagt bekommen habe, dass Papa jeden morgen erstmal nachschaut, ob es etwas neues gibt, war ich sehr gerührt. Auch als ich Erfahren habe, dass meine lieben Nachbarn und Freunde meinen Blog lesen und sich dafür interessieren, was ich hier so erlebe, war ich sehr gerührt. Ich danke euch allen und ich freue mich unglaublich euch alle wieder zu sehen. 

Nun ist meine Zeit hier vorbei. Ich gehe ganz klischeehaft mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite freue ich mich auf zuhause und auf den Moment in Frankfurt durch das Gate zu gehen. Und dort meine Familie stehen zu sehen. Bei dem Gedanken daran, kribbelt es mir schon im Bauch. Nun denn, ich muss jetzt los. Mein Flugzeug wartet schließlich nicht auf mich. Die Zeit des Abschiedes ist gekommen. Aber ich bin mir sicher nicht für immer, ich werde nochmal wiederkommen. Ich muss jetzt mein geliebtes Castillo hinter mir lassen, mein Leben hier in Quito, die Leute. Es ist nun der Tag gekommen, an dem ich meine gepackten Koffer die Treppen hinuntertragen muss und mich ins Auto setzen muss, und zum Flughafen fahren muss. Also dann, bis in paar Stunden. Am Montag um 16:50 bin ich wieder in eurer Nähe. Bis dahin, noch ein letztes mal: Machts gut und liebe Grüße aus der Ferne. Au Revoir Ecuador. 

Bis morgen!! 

17Januar
2015

Vorletzte Woche (15. Woche)

7 Tage sind es noch, bis zum Abflug. Je näher der 25.1 rückt, desto aufgeregter werde ich. Unglaublich das dieses Wochenende bereits mein letztes Wochenende ist, die ganze Zeit war es so weit weg und nun ?! Mir kommt alles vor wie ein einziger Tag, aber eigentlich sind es bis heute schon 105 Tage. Nächste Woche um diese Zeit werde ich vermutlich einen halben Nervenzusammenbruch haben, denn Koffer packen ist angesagt. 

Diese Woche war meine letzte Woche im Proejkt, die nächste Woche werde ich nicht mehr viel machen. Ich muss zugeben, dass ich schon traurig war, als ich am Donnerstag das Krankenhaus mit all meinen Sachen verlassen habe. 12 Wochen bin ich jeden Tag dort ein und aus gegangen .. Hätte am Anfang niemals gedacht, dass ich wirklich alle Wochen dort arbeiten werde. Aber die Stationen wurden immer besser. Vor allem die Gyn hat mir sehr gefallen. Sonst ist die Woche nicht so unglaublich viel passiert. In der Woche hab ich mir nochmal 2 Tage frei genommen. Am Mittwoch um mit Jessi, Isa und Lea frühstücken zu gehen und am Freitag um Lea zu verabschieden. Im Plaza (da wohnt Lea) gab es ein riesen Frühstück. Es hab Obst, Gemüse, Rührei und Pfannkuchen. Am Ende waren wir alle doch ziemlich voll. Nachdem Frühstück hab ich meinen Ipod an Leas PC geschlossen, damit ich gewappnet bin für den Flug der 14h und 10 min lang sein soll. Am Mittag sind wir dann noch zu Subway gelaufen und sind dann mit den Subs zur Sprachschule gelaufen. Um 16:30 Uhr wurden sie dann abgeholt. Ja, und nächste Woche bin ich an der Reihe.. Und eigentlich will ich hier echt nicht weg. Es fühlt sich so komisch an, dass das mein letztes Wochenende hier ist. Und wirklich echt fühlt es sich auch nicht an, dass ich nächstes Wochenende fliegen soll. Ich kann mir gerade noch gar nicht vorstellen am Montag in 2 Wochen in Deutschland zu stehen. Deutschland kommt mir sooooo weit weg und unreal vor 

Heute hab ich schon mein Artesanalshopping begonnen. Einige Sachen hab ich schon gefunden. Wenn ich am Freitag meine Kaution bekomme, dann werde ich am Samstag nachdem Packen nocheinmal dorthin verschwinden. Wahrscheinlich muss ich echt schon am Freitag packen, damit ich weiß wie viel ich überhaupt noch besorgen kann. Ich spiele auch schon mit dem Gedanken, dass ich Früchte (die es zuhause nicht gibt) mitnehmen soll. Teilweise gibt es hier soooo unglaublich leckere Früchte. 

Naja, wirklich mehr gibt es von hier nicht zu berichten. Bis ganz bald! Um genau zu sein bis in 8 (!!) Tagen  In 8 Tagen um diese Uhrzeit, werde ich bereits schon in Aachen sein. Unvorstellbar. 

10Januar
2015

Pathologie (14. Woche)

Die Tage verstreichen, Pathologie war super, ich komm kaum hinterher, quasi nächste Woche Sonntag fliege ich schon nach Hause, ich werde krank, Donnerstag ist mein letzter Tag im Krankenhaus das ist so mein momentaner Gefühlszustand. Jetzt könnt ich eigentlich schon dieses Eintrag beenden, denn jetzt wisst ihr schon alles. Aber nein, ich werde euch von dieser Woche berichten (die nun leider auch schon vorbei ist). 

Also von vorne:

Am Montag habe ich wieder die Station gewechselt. Nun bin ich auf der Pathologie. Aus Zeitgründen bleibe ich allerdings nur eine Woche auf dieser Station, da ich der Martha von der Gynäkologie versprochen habe in meiner letzten Woche nochmal zu kommen. Vom ersten Tag an habe ich mich auf der Patho wohlgefühlt und die Leute dort waren alle super lieb und haben mir alles gezeigt und alle Maschienen dort erklärt. Des Weiteren habe ich gemerkt, wie sich mein Spansich in dieser Woche nochmal verbessert hab. So viel wie auf der Pathologie hab ich im Krankenhaus die letzten 11 Wochen nicht gesprochen. Schon traurig aber wahr. Jedenfalls waren meine Aufgaben Mikroskopplättchen kleben, Fischen (Proben auf Plättchen bringen), Plättchen sortieren, Wachsen und Totenscheine sortieren. Mit den Studenten dort hab ich sehr viel geredet und bin mit ihnen durch Krankenhaus gelaufen. Sie wollten sogar Deutsch von mir lernen. Es hat sich mal wieder herausgestellt, dass meine Name schwer für Amerikaner, Latinos ist. Meistens heiße ich hier "Nilo"  und Tschüss heißt hier "Tschoos". Gestern musste ich mich dann von denen wieder verabschieden und alle waren sehr traurig und haben mich gefragt, wann ich nochmal wieder komme. So geh ich wahrscheinlich am Dienstag nochmal auf die Pathologie.

Gestern konnte ich es gar nicht realisieren, dass schon wieder Freitag ist. Die letzten Wochen war es mir ziemlich egal, aber jetzt. Jetzt muss ich langsam mal anfangen den Artesanal unsicher zu machen. Es ist ein komisches Gefühl, dass ich quasi nächste Woche Sonntag schon fliege. Am Sonntag werde ich um 13:30 Uhr abgeholt. Um halb zwölf deutscher Zeit startet mein Flieger in Richtung Amsterdam. Wobei ich noch in Guayaquil zwischenlande und dort gute 2 1/2 Stunden warte bis ich weiter fliegen darf. Um 13:45 Uhr lande ich in Amsterdam und fliege um kurz vor drei in Richtung FRAPORT weiter. Ich weiß momentan echt nicht, was ich davon halten soll und ob ich froh oder traurig sein soll. Von Jessy-Belle bekomme ich Nachrichten, dass sie sich freut, dass ich bald nach Hause fliegen muss.. Es ist schön zu wissen, dass ihr euch freut, dass ich komme und es macht mir den Abschied um einiges leichter. Besonders freue ich mich auf den Moment, an dem ich in Frankfurt durch die Absperrung komme und meine Familie wieder sehen kann. Ich habe jetzte das Gefühl, dass die Tage viel schneller vergehen als zuvor..

Es neigt sich heir stetig dem Ende entgegen, was ich auch daran merke, dass ich nächsten Woche meinen letzten Arbeitstag habe. Am Wochenende meinen Artesanalkoffer packe, um zu schauen was bzw. wie viel ich noch einkaufen darf. Nicht das der nachher zu schwer wird. Und das ich jetzt diejenige bin ich von allen Voluntären am länsgten hier bin. Ich hätte niemals gedacht, dass es irgendwann soweit kommt. Viele hier fragen schon, wann ich nach Hause fliege und was ich an meinem letzten Wochenende machen will. Hier ist es Tradition, dass man am Abflugtag noch gemeinsam frühstücken geht oder sonst was schönes macht. Ich möchte in der Wohnung ein Frühstück machen. Ja, und nächste Woche Montag muss ich in der Sprachschule schon meine Flugdaten abgeben und meine Kaution beantragen.. 

Gerade sitze ich auf der Couch und höre Musik ("Time Of Our Lives") und schreibe euch dieses Eintrag. Alle in meiner Wohnung sind momentan krank. Worunter leider auch ich zu drohen falle. Ich habe Bauchschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Wobei ich die Kopfschmerzen schon fast nicht mehr dazu zählen kann, weil ich seit Wochen Kopfschmerzen habe. Vermutlich liegt das an der Anspannung und an dem fehlenden Ausgleich. So freue ich mich umso mehr darüber, dass ich bald wieder Sport machen kann. Mir ist gerade bewusst geworden dass dies bereits mein dritt letzter Eintrag ist.. So schnell kann das gehen. 

Nun denn, ich wünsch euch heute einen schönen Tag! Erfriert mir nicht zuhause und bleibt heile und gesund! Bis bald, eure Nilo! 

Achja by the way: ich wünsche dem Pimpf für Donnerstag alles Gute! Das alles gut klappt und du ganz schnell wieder in AC bist. Vor allem, dass du ganz bald wieder ins Wasser darfst! 

04Januar
2015

Mixxxxer und Otavalo

Als wir letzte Woche nichtsahnend in die Küche gegnagen sind, stand da ein funktionierender Mixer! Die Vorgeschichte: Irgendwie ist in den Mixer ein Messer hineingekommen und anschließend wollter er nicht mehr so richtig funktionieren. Er hat ein paar mal noch geraucht und dann hat der gesgat, dass er keine Lust mehr hat Smoothies oder Batidos zu machen. So haben wir vor 2 Wochen Jorge (unser Hauskeeper) gesagt, dass er kapputt sei und schwupps hatten wir wieder einen Mixer. Jetzt gibt es viele Fruchtsaftpartys, sowie Smoothis oder Batidos. Yuuummmyyy ... 

Am Samstag waren Mirjam, Kathi und ich in Otavalo. Wir haben uns um 7 Uhr am Magic Beans getroffen und sind von da aus mit dem Bus Richtung Terminal Carcelen gefahren. Von dort sind wir gute 2h mit dem Bus nach Otavalo gefahren. Otavalo ist eine riesen Artesanalstadt. Durch die ganze Stadt verteilt findet man nur solche Handwerksstände. Wir sind in knalliger Mittagssonne über den Markt geschlendert und haben eigentlich mehr oder weniger Miris Kaution auf den Kopf gehauen. Die Stadt hatte einen Indigenen-Touch. Die meisten Menschen dort waren ziemlich traditionell gekleidet, hier in Quito sieht man die Indigenen eher seltener. SIe leben doch eher auf dem Land. Alles in allem würde ich sagen, dass man den Otavalomarkt machen kann, wenn man Zeit hat, ansonsten gibt es viel schönere Orte die man hier in Ecuador besichtigen kann. Der Artesanal hir in Quito kommt ziemlich gut an den riesigen Markt dran. Aber dennoch der  Tag war super schön und entspannend!! 

Wieder zurück am Castillo sind Mirjam, Kathi, Susan und ich in der Irish-Pub gegangen, um dort eine Locro de Papa zu essen. Das ist eine ecuadorianische Supper mit Kartoffeln, Käse und Acocado. Extrem lecker!! 

Ja und heute fliegt schon die Mirjam nach Hause, deswegen gehen wir gleich Brunchen und anschließend warten wir im Tamayo bis Pamela kommt und sie abholt. Heute in drei Wochen werde ich selber hier auf meinen gepackten Koffern sitzen und darauf warten, dass mich jemand abholt. Es sind nur noch 20 Tage... und ich will wirklich nicht weg. Die Menschen, das Aprtament, Quito einfach alle ist mir so ans Herz gewachsen. 

 

01Januar
2015

Silvester and hello 2015

Hallo und ein fröhliches neues Jahr. Ich hoffe ihr habt alle Silvester gut überstanden und seid gut ins neue Jahr gekommen. Ich wünsche euch allen, dass eure Vorsätze (sofern ihr welche habt) in Erfüllung gehen .. bei mir funktionieren diese komischen Vorsätze nie  Ansonsten wünsche ich euch ganz viel Glück und Gesundheit!

So und jetzt kommen wir mal zum ecuadorianischen Silvester. Teilweisen doch recht komisch diese Menschen hier in Quito. Gegen sechs Uhr ging hier auf den Straßen schon die Fiesta los. Massen sind in Richtung Amazonas (eine große Straße hier) geströmt. Die meisten verkleidet, sodass es den anschein hatte, dass sie hier Karneval feiern. Für die Ecuadorianer geht es hier vielmehr darum, das vergangene Jahr hinter sich zu lassen. Sie haben die Tradition, Puppen zubasteln mit Köpfen von berühmten Persönlichkeiten. Diese Puppen dürfen erst "verprügelt" werden und anschließend werden diese verbrannt. Außerdem gab es auf der Amazonas noch Livekonzerte. Was echt strange war, war dass es hier schon um 6 angefangen hat und die Leute auch schon Raketen angezündet haben. Wir haben erstmal im Aprtament mit den Anderen Raclette gegessen (super lecker und super witzig). Der Nachtisch war ebenfalls sehr, sehr lecker!! Alle haben sich wirklich mühe gegeben. Um kurz vor zwölf sind wir dann raus und wollten auf die Amazonas, weil wir gehört haben, dass dort sau viel los sein soll. So war es aber nicht. Die Party auf den Straßen schien bereits vorbei zu sein. So sind wir zum Foch gegangen, wo eigentlich nur Ausländer anzutreffen waren. Die meisten Ecuadorianer sind um zwölf wieder zuhause, um mit ihren Familien zu feiern. Auf dem Foch war es dennoch ziemlich witzig, dort gab es ein riesiges Lagerfeuer (dort sind viele Menschen sogar durchgesprungen). Verrückt sowas! Weiterhin haben sich die meisten Männer als Frauen verkleidet und um Almosen zu betteln. Den Sinn dahinter hab ich leider noch nicht raus bekommen. Nach zwölf sind wir dann noch in einen Club gegangen, um dort noch ein bisschen zu feiern. Alles in allem war es gestern echt witzig, nur ein bisschen anders als zuvor vorgestellt. Und das Feuerwerk, war nicht ganz so spektakulär, wie alle im vorhinein gemeint haben.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dass wir schon 2015 haben, finde ich das etwas komisch. Das Jahr ist so unglaublich schnell vergangen und nun ist schon Januar! Als ich heute den Kalender umgedreht habe, hab ich erstmal gemerkt, dass der Kalender falsch numeriert ist. Der 1. Januar ist laut Kalender kein Donnerstag, sondern ein Freitag   Was mich dann doch erst ein bisschen mit meinem Abflugdatum durcheinander gebracht hat. Heute passiert hier auch nicht mehr viel, wir sitzen hier eigentlich alle auf der Couch und schauen Filme, ein typischer Neujahrestag eben 

Ja und nächste Woche beginnen schon meine letzten 5 Tage im Krankenhaus, am 13.1 (Mittwoch in der Woche danach) werde ich mein Zertifikat beantragen und dann wars das da  Es geht jetzt echt alle ziemlich schnell, vielleicht auch ein bisschen zu flott für meinen Geschmack.

31Dezember
2014

Ende 2014 (13. Woche)

Langsam aber sicher neigt sich 2014 dem Ende entgegen. Ich glaube wir hier in Quito gehören mit zu den letzten die das neue Jahr 2015 begrüßen dürfen. Der Gedanke daran, dass in Deutschland morgen um 18 Uhr meine Zeit schon Neujahr ist, ist schon leicht komisch. Das Jahr ist so unglaublich schnell vergangen und es so unfassbar viel passiert. Wir haben den mit jetzt größten Lebenabschnitt beendet - nämlich die Schule - und sind in einen neuen Abschnitt gehüpft. Manche von uns sind dirket zur Uni studieren gegangen, andere sind als Aupairs ins Ausland gegangen und andere wiederrum sind ins Ausland, um dort Freiwilligenarbeit zu leisten oder um einfach nur zu reisen. Ich bin mit meiner Entscheidung sehr Glücklich, dass ich mich dazu entschieden habe hier in Ecuador eine Freiwilligenarbeit zu leisten. In vielen Momenten hier ist mit bewusst geworden, was für eine Besonderheit es ist, dass ich mit 19 Jahren für eine gewissen Zeit in Südamerika lebe. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich die Chance bekommen habe in einer so unbekannte Kultur zu schlüpfen und hier zu arbeiten. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass meine Eltern mir die Chance gegeben haben, nach Ecuador zu gehen. Ich weiß echt nicht wie ich euch das jemals danken kann!! 

In der Woche ist bis jetzt noch nicht so unglaublich viel passiert (ist ja noch jung). Aber ich hatte heute meinen letzten Tag auf der Physiotherapie und war eigentlich ziemlich traurig darüber, dass ich ab nun nicht mehr jeden Tag die Kinder sehen kann. Die waren so unglaublich putzig!! Vor allem eines der Kinder hab ich ins Herz geschlossen und hätte es gerne mitgenommen. Ab nächster Woche beginnen meine letzten 2 Wochen im Krankenhaus. Die letzten 10 Tage werde ich vermutlich auf der Pathologie verbringen. Mal sehen was mich dort so erwarten wird. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich wirklich nur noch 24 Tage hier in Ecuador habe. Der Dezember ist so unglaublich schnell vergangen, Gefühlt hab ich diesen Monat übersprungen. Ich habe bereits angefangen zu planen, was ich in den letzten Wochen noch erledigen will/muss und essen muss. Eines ist jedoch sicher, am 23.1 wird die Kaution auf dem Artesanal ausgegeben.

So das war's schon wieder von mir! Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! Der nächste Eintarg wird im neuen Jahr sein. Wir hören UND wir sehen (26.1) uns im Januar. 

Also dann, bis ganz bald!! 

29Dezember
2014

Montanita (12. Woche)

Diese Woche war ne Achterbahnfahrt der Gefühle für mich. Heiligabend stand vor der Tür und ich sitze in Ecuador. Das erste Mal Weihnachten nicht zuhause und dann kommen Oma und Opa zu uns. Da wäre ich doch gerne daheim gewesen .. Am 24.12 musste ich noch arbeiten gehen, da es auf der Physiotherapie nichts zutun gab, bin ich nochmal auf die Gynäkologie gegangen. Mirjam und ich durften nocheinmal in den OP und konnten bei einem Kaiserschnitt zusehen. Nach der Arbeit habe ich mit meiner Familie geskypt, als ich sie gesehen habe musste ich anfangen zu weinen, denn ich wäre doch echt gerne zuhause gewesen. Weihanchten ist doch etwas besonderes, auch wenn man es nicht glauben mag. Hier weiß man sowas echt zu schätzen. Und ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Achja, und ich freue mich nun umso mehr auf Weihnachten 2015! Oh mein Gott, am Donnerstag haben wir ja schon Januar!  Das Jahr ging einfach viel zu schnell vorbei, ich hab mal wieder das Gfeühl, kaum hinterher gekommen zu sein. Heiligabend bin ich ins Tamayo gegangen, wo Jessy, Robin, Mirjam, Sarah, Hannah und ich Hamburger und Schokofondue gemacht haben. So unweihnachtlich es auch war, es war dennoch super schön!! 

Am nächsten Tag sind wir ganz früh am Morgen mit dem Bus nach Montanita an die Küste gefahren. Montanita ist einfach ein MUSS. Es war einfach der Hammer dort. Man hatte einfach das Gfeühl, dass alle dort ihr Leben chillen und den ganzen Tag nichts machen außer am Strand liegen, Alkohol zu trinken oder zu rauchen/kiffen. Nachts geht dann richtig die Party los und es ist einfach göttlich in Montanita! Ich sag euch hätte ich noch mehr Tage, würde ich aufjedenfall nocheinmal dorthin fahren. Ich muss es einfach meinen Eltern zeigen (falls wir alle zusammen nochmal nach Ecuador kommen und ich Guide spiele ). Am Freitagabend wollten wir eigentlich feiern gehen, aber wir haben uns alle (Jessy, Robin, Mirjam und ich) ganz sportlich um acht in bett gelegt und sind eingeschlafen. Wahrscheinlich waren wir alle so fertig vom Strandtag in der Sonne! Irgendwann gegen eins ist Mirjam aufgewacht und hat gesgat "ey, es ist 1 Uhr wollten wir nicht noch feiern gehen?!" So sind wir um 1 Uhr raus gegangen um das ecuadorianische Mallorca mitzuerleben. Gegen 7 Uhr waren wir dann wieder im Hotel, es war einfach super amüsant! Am Ende saßen Robin, Jessy und ich noch am Lagerfeuer am Strand. Man ich hätte mir echt nie im Leben vorstellen können, betrunken am Strand in Ecuador zu sitzen. Am Samstagabend ging es dann leider wieder zurück nach Quito. Um 5 Uhr war ich wieder im Apartment und bin dirket ins Bett gefallen. Es waren unglaublich gute Weihnachtstage in Montanita, die einem echt den Schmerz nicht zu Hause zu sein über Weihnachten, ein nehmen konnten. Ich will NOCHMAL dahin!!!!! Montanita ist nicht nur einmal im Leben!! 

Heute war dann wieder einer der traurigen Sonntage.. Am morgen haben wir hier im Castillo ein Abschiedsfrühstück für Freda gemacht. Sie musste uns heute leider schon verlassen. Es war ein sau komisches Gefühl, denn sie ist gut 1 1/2 Monate später gekommen als ich und jetzt schon geflogen.. Nachdem ich Freda verabschiedet habe musste ich hoch zum Tamayo. Jessy-Belle hat uns nun nach Luisa, Niklas, Fabio, Beccy, Cori und Shelly auch verlassen. Es hat mir echt das Herz zerbrochen, dass sie heute gehen musste. Sie gehört zu den Menschen, die mir hier ziemlich wichig geworden sind. Danke, dass du ein Teil auf meiner Reise hier warst! Ich zähle schon die Tage! Nun freue ich mich wieder ein stückchen mehr auf zuhause. In 27 Tagen, muss ich das Castillo leider auch schon verlassen .. Ob ich froh sein soll oder nicht, dass weiß ich nicht. In 4 Wochen werde ich schlauer sein  Jedenfalls weiß ich, dass ich (über)froh sein werde Mama, Papa und Oma am Frankfurter Flughafen wieder in die Arme schließen zu dürfen. Ich weiß, dass Oma sehnsüchtig auf das Bild wartet, wie ich aus der Absperrung komme. Nicht mehr lange Oma und deine Nerven sind beruhigt!! 

Morgen beginnt dann erstmal wieder eine normale Woche mit arbeiten etc. Ab Mittwoch hab ich dann wieder frei und es wird ins neue Jahr gefeiert.

Muchas besos y muchas saludas! 

23Dezember
2014

Fisioterapía (12. Woche)

Hola meine Freunde aus dem kalten Deutschland. Ich hoffe es geht euch gut und ihr seid noch nicht erfroren. Also wenn ich was anmerken darf, so ist meine Anmerkung, dass ich Weihnachten in Sonne und guten 25 Grad an der Küste verbringen werde. Absurde Vorstellung für Heiligabend aber auch eine Erfahrung wert. Unser Meal Weihnachten wird Hamburger als Hauptspeise sein und als Nachtisch wird es Schokofondue geben. Nichts gegen den Salat, das Pfeffersteak und die Nachspeise zuhause.. Aber gut, dafür bin ich in Südamerika 

Heute war wieder Stationswechseltag. Seid heute bin ich auf der Physiotherapie und es ist extrem entspannend dort. Ich bin auf der Fisioterapía Infantil (Physiotherapie für Kinder), die erste Patientin war 1 Jahr und 3 Monate und kann bereits laufen aber nicht krabbeln. Deswegen muss sie jetzt krabbeln lernen, da dies für die kognitive Entwicklung sehr wichtig ist. Ansonsten wird das Kind im späteren leben Probleme in der Schule bekommen. Ziemlich interessant, dass es sowas gibt .. Die zweite Patientin des Tages war 5 Jahre alt und konnte weder laufen noch eigenständig sitzen. Sie hat keine Haltemuskeln (sagt man das überhaupt so?!) und muss deswegen zur Physiotherapie. Die Fälle waren ziemlich interessant und ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen noch kommt. Leider kamen die anderen Termine heute nicht und deswegen durften Lea und ich schon um 11 Uhr gehen. Morgen soll es voller werden bzw. sollen mehr Patienten kommen. Jedenfalls bin ich insgesamt nur 6 Tage auf dieser Station, da wir den 24.12 & 25.12 frei haben, sowie den 1.1 & 2.1. Aber ich überlege ob ich noch eine Woche länger da bleibe, wenn es mir dort gefällt. Meine letzten zwei Wochen wollte ich eigentlich auf die Pathologie gehen aber dieser Plan ist heute wieder durchkreuzt worden. Die Oberschwester von der Gyn kam heute und hat mich in den Arm genommen und mit zur Station genommen. Sie hat mein Arm gepackt und nicht mehr los gelassen. Auf der Station hat sie Mirjam und mir jeweils eine Tasche geschenkt als Entschludigung, dass sie gestern nicht konnte. Dann hat sie mich gefragt wieso ich denn nicht mehr auf der Gyn bin; sie war sehr traurig darüber das ich die Station gewechselt habe. So musste ich ihr versprechen, dass ich in meiner letzten Woche nochmal zu ihr auf die Station komme. Darüber hat sie sich sehr gefreut  So werde ich am Ende wahrscheinlich eine Woche Pathologie und dann nochmal eine Woche Gyn machen. 

Unsere Pläne für Silvester nehmen auch immer mehr Form an: wir werden wahrscheinlich hier bei uns im Apartment ein Buffet und Raclette machen und anschließend in den Parque Carolina gehen und dort das Feuerwekt anschauen. Das soll dot ziemlich bewundernswert sein. BIn mal gespannt. So das wars auch schon wieder. Wirklich viel Neues gibt es nicht zu berichten. Vielleicht gibt es nächstes Wochenende etwas mehr zu berichten oder auch erst im nächsten Jahr. Oh mein Gott, wie sich das anhört "nächstes Jahr". 

Also dann machts gut! Ich vermisse euch alle ganz doll und freue mich euch alle bald wiederzusehen, auch wenn ich eigentlich noch hier bleiben will!! Aber Oma und ich haben heute beim skypen ja festgestellt das ich nach Hause kommen MUSS, weil sie schon ein Ticket zum Frankfurter Flughafen hat und ich bereits mein Rückflugticket besitze .. Also werde ich wohl kommen müssen. 

22Dezember
2014

Amazonas (Cuyabeno)

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21Dezember
2014

Dschungel

Die Nächte zwischen Spinnen, Affen, Papageien, Faultieren, Anakondas & Co. überlebt bin ich am Donnerstagabend gut wieder in Quito angekommen. Am Sonntagabend wurde wir gegen zehn Uhr abgeholt und zum Busterminal Carcelen gebracht. Von dort sollte unsere Fahrt (die sich zu einer Mördertour erweisen sollten) los gehen. Gegen halb zwölf ging fuhr unser Bus Richtung Largo Agrio los. Largo Agrio ist ein kleines Dorf im Amazonasgebiet; angekommen sind wir dort gegen fünf Uhr am morgen. Da es noch viel zu früh war, um zum Treffpunkt zu fahren haben wir noch eine Stunde am Busbahnhof gechillt. Gegen sechs Uhr sind wir dann mit einem Taxi zum Treffpunkt gefahren, wo uns gegen 9:15 Uhr ein Bus abholen sollte. Da der Meetingpoint ein Hotel war konnten wir da Frühstücken, aber da sie Portionen viel zu klein und absurd teuer war haben wir das doch lieber gelassen. So saßen wir noch drei Stunden am Hotel bei steigenden Temperaturen. Die Temperatur im Amazonas sollte nicht mein bester Freund werden, aber das wusste ich bis dato nicht. Um kurz nach neun durften wir in den Bus, der einfach viel viel viel zu heiß war. Nach einer 2-stündigen Fahrt, sind wir in Cuyabeno angekommen. Cuyabeno ist im Westen Ecuadort 50km von der kolumbianischen Grenze entfernt. Von dort mussten wir nochmal gute zwei Stunden mit einem Boot zu unserer Lodge fahren. Auf dem Weg konnten wir schon eine Reihe von Tieren beobachten, u.a. Faultieren, Schlangen oder Affen. Unsere Unterkunft für die kommenden vier Tage war die "Guacamayo Lodge". Diese war sau gut uns auch recht konfortabel. Nur die drückende Hitze hat mich beinahe umgebracht  Das Zimmer von Marie, Mirjam und mir war sehr gut, wobei das Klo etwas zu wünschen ürbig lies, denn es war quasi keine Tür dort vorhanden und jeder im Zimmer konnte mehr oder weniger reinschauen. Also etwas gewöhnungsbedürftig. Dirket nach unserer Ankunft, gab es Mittagessen. Das war extrem lecker uns mega viel. In den Tagen, hatte ich das Gfeühl, dass wir gemestet werden. Bei jeder Mahlzeit gab es drei Gänge. Alle richtig lecker! Und nahezu schon ein Festmahl, denn in Quito ist das Essen oft etwas einfach  Nachdem Essen musste ich erstmal duschen, wobei es gefühlt nichts gebracht hat, denn schon beim abtrocknen hat man wieder "geölt". Abends sind wir mit dem Boot in eine Lagune gefahren, um dort den Sonnenuntergang anschauen. Der schönste den ich je gesehen habe! Unbeschreiblich schön.. Außerdem konnten wir in der Lagune schwimmen, was ich lieber ausgelassen habe, den bei der Vorstellung was alles unter mir im Wasser schwimmt war mir doch etwas mulmig zumute. Bewundernswert war unser Kapitän, der in der Finsternis ohne Licht um tiefsten Dschungel zurück zu unserer Lodge gefunden hat. Nachdem Abendessen bin ich auch direkt ins Bett gefallen um meiner neuen Berufung (Faultier) nachzugehen.

Am Dienstag sind wir nach dem Frühstück mit dem Boot zu einer 3-stündigen Wanderung durch den Dschungel gefahren. Es war mal wieder viel zu heiß und meine Sachen waren anschließend einfach nur nass! Im Dschungel gab es viele interessante Tiere und auch Wege (!!). Wir mussten ein kleines Stück durch einen Sumpf gehen, wobei ich einmal bis zum Knie eingesunken bin. Was gibt es dich schöneres  Nach der Wanderung sind wir zum Mittagessen wieder zur Lodge gefahren. Auf der Rückfahrt haben wir eine riesen Anakonda auf einem Baum gesehene. Viel zu gruselig. Mir jedenfalls war sie nicht ganz so geheuer, aber es war extrem spannend sie mal live zu sehen. Gegen Nachmittag sind wir zur Nachtwanderung aufgebrochen, die Mirjam und ich nicht mitgemacht haben. Während die Anderen durch die Nacht gewandert sind, sind wir mit unserem Kapitän zu einer anderen Lodge gefahren. Dort haben wir uns bei Kerzenlicht in die Hängematten gelegt. Als wir uns auf den Rückweg gemacht haben, um die Anderen abzuholen, haben wir einen Kaiman (Krokodil) gesehen. Dieser hatte knallgelbe Augen, so gelbe Augen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Schon fast unreal sahen die aus. Auf der Fahrt zurück zu Lodge hatten wir eine sternklare Nacht (sau schön und die Anderen haben gesagt, dass wir nichts verpasst haben. Beim Abendessen haben wir dann auch noch besuch von der schönen, dicken Taranten bekommen. Ein wahrer Traum ein jeden Menschen. 

Mittwoch nachdem Frühstück sind wir gute zwei Stunden in ein kleines Dorf zu einer einheimischen Familie gefahren. Es war ziemlich erschreckend zu sehen, wie sie dort leben. Die Familien dort leben in Holzhütten ohne Dämmung. Die Bretter sind lieblos aneinandergeschlagen. Damit ihr euch es vorstellen könnt wie ich es meine: es waren im Prinzip solche Baumhäuser die wir früher nach Lust und Laune gebaut haben. Die "Wohungen" hatten dort keine Fenster und die Klos waren dreckig oder auf der Veranda. So kann jeder zuschauen mein Geschäft verrichten. Es ist einfach schrecklich sowas mit anzusehen. Und da beschweren wir uns zuhause, wenn uns da mal etwas fehlt.. Wir haben mit einer Familie dirt Yukawurzeln geerntet und anschließend Yukabrot gebacken. Mega lecker! Schade das wir Yukawurzeln zuhause nicht haben. Allgemein gibt es hier so viel Obst und Gemüse, das wir in Aachen leider nicht haben. Nachdem Essen, haben die Jungs aus unserer Gruppe mit ein paar Einheimischen Fußball gespielt, bevor wir wieder zurück zur Lodge gefahren sind. Gegen frühen Abend sind wir wieder mit dem Boot zur Lagune gefahren, wobei Mirjam, Christian, Katrin und ich nicht mit gefahren sind. Dies sollte eine gute Entscheindung gewesen sein, denn es hat angefangen zu regnen.

Am Donnerstagmorgen sind wir gegen hakb sieben raus zur Lagunge zu fahren um rosa Flussdelphine zu beobachten. Komplett haben wir sie leider nicht zu Gesicht bekommen, aber teilweisen konnten wir eine Nase oder eine Flosse beobachten. Nachdem Frühstück sind wir mit dem Boot wieder zurück nach Cuyabeno zum "Hafen" gebracht worden. Dort sollte uns ein Bus abholen und zurück zum Busterminal bringen. Doch dieser Bus ließ sich über einer Stunde nicht blicke. Dabei hieß es das er innerhalb einer halben Stunde kommen sollte.. ecuadorianische Pünktlichkeit eben. Unser Problem war nur, dass wir den Bus um 14:45 Uhr bekommen mussten und die Fahrt an sich schon 2 Stunden dauert. Gegen kurz vor eins kam dann endlich der Bus, sodass es für uns am Ende sehr knapp werden sollte. Um 14:38 Uhr waren wir letztendlich am Busbahnhof, sodass wir mit einem riesen Glück den Bus zurück nach Quito bekommen haben. Um zehn Uhr waren wir dann endlich in Cayambe, wo wir von Germán abgeholt worden sind. Zuhause habe ich dann nichtsahnend meine E-mails geöffnet, da habe ich ne Mail vom Office bekommen, dass ein Päckchen für mich angekommen ist. DANKE, DANKE, DANKE OMA!!!!!

Die Tage im Dschungel  zählen mit zu den besten Tagen hier in Ecuador. Wobei Galapagos nichts aber auch echt NICHTS toppen kann!!! Im Dschungel konnte man sich aber auch sehr gut erholen. Unsere Gruppe (bestehend aus Holländern, Australiern, Schweizern und Deutschen) war ziemlich unterhaltsam und witzig. Alle waren so um die 20 herum, also ziemlich passend. Aber länger als 4 Tage musste ich auch nicht bleiben, denn die Tiere - insbesondere die Mücken - sind mit ein bisschen auf die Nerven gegangen. Die Hitze wollen wir mal nicht vergessen. 

 

Ja, am Freitag musste ich dann wieder arbeiten gehen. Leider war mein letzter Tag auf der Gynäkologie und somit auch der letzte Tag an dem ich Babys waschen durfte. Die Tage auf der Gyn haben wir sehr gut gefallen und die Krankenschwestern waren auch super lieb. Martha die Oberschwester auf der Station, war sehr traurig, dass ich ab Montag nicht mehr auf der Station bin. Sie hat Mirjam und mich kurzerhand am Sonntag zu sich nach Hause eingeladen. Sie will uns den Norden von Quito zeigen und mit uns Café trinken. Bin echt gespannt wie es morgen sein wird. Ich werde jedenfalls berichten. 

 

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